Katharina Willkomm

Verbraucherschutz in der Corona-Krise

In der Coronavirus brauchen Kulturveranstalter, Luftfahrtunternehmern und Reisebüros jede Hilfe - aber nicht auf Kosten der Verbraucher! Die FDP-Bundestagsfraktion hat heute meinen Antragsentwurf beschlossen, der auf die faire Balance zwischen beiden Seiten abzielt. Wir möchten, dass die Unternehmen den Verbrauchern Gutscheine anbieten können. Erstere sollen in der schwierigen Situation nicht zusätzlich Geld aufgrund von Stornierungen verlieren. Wir wissen, dass dieses Entgegenkommen nicht jedem Verbraucher leicht fällt oder möglich ist. Erstattung in Geld ist bislang sein gutes Recht. Deshalb muss der Bund zumindest gewährleisten, dass der Verbraucher nicht auch noch das Insolvenzrisiko tragen muss, das damit einhergeht, den Gutschein eines gefährdeten Unternehmens zu akzeptieren statt gleich Erstattung in Geld zu verlangen. Weiter darf der Gutschein nicht personengebunden sein und seine Einlösung darf keine Extragebühr kosten. Ganz anders die Große Koalition. Ausgerechnet auf Vorlage der SPD-Verbraucherschutzministerin will sie morgen im Bundestag die Rechtsgrundlage für Zwangsgutscheine schaffen. Einen Erstattungsanspruch in Geld gibt es da auch. Allerdings erst ab dem 1.1.2022, sofern das Unternehmen dann noch existiert.